
19.06. – 20.06.2010: Welcome Race Kiel – Eckernförde – Kiel
Nach vorab geleistetem Trainings-Wochenende ging es am Samstagmorgen des 19. Juni endlich zu unserem ersten Kieler Woche-Start. Die Startlinie befand sich in der Kieler Innenförde, direkt vor Düsternbrook und war schon zahlreich besegelt von der Konkurrenz.
Der Start gelang gut und es ging bei 4 – 5 Windstärken aus westlicher Richtung Halbwinds raus aus der Kieler Innenförde zur ersten Bahnmarke. Nun wurde aus dem ruhigen, angenehmen Halbwinds-Kurs eine knallharte Kreuz bis ins Ziel vor Eckernförde, bei teilweise starkem Wind und Welle. Im Hafen mussten wir einige kleinere Reparaturen vornehmen, um das Schiff wieder fit für den nächsten Regatta-Tag zu machen.
Am Sonntag um 12.00 Uhr war Start der Rückregatta nach Kiel. Die Crew war hoch motiviert und wir starteten unter Spinnaker bei anfangs 2 – 3 Windstärken. Doch schon beim Passieren der ersten Bahnmarke hatte der Wind derartig nachgelassen, dass einige größere Schiffe mangels Ruderdruck anfingen, sich buchstäblich auf dem Teller zu drehen. Nach gutem Zusammenspiel der gesamten Crew und der einen oder anderen „Privat-Bö“ gingen wir immerhin als drittes Schiff am Kieler Leuchtturm durchs Ziel. Wir belegten in der Gesamtwertung beider Tage Platz 20 (von 38 Startern).
21.06 – 23.06.2010: IDM – Inshore Seesegeln
Am ersten IDM Tag nahm der Wind leider nicht weiter zu. Alle Bahnen hatten Startverschiebung – außer unserer Bahn „Alpha“. Nach langer Wartezeit entschied die Wettfahrtleitung, unsere Bahn weiter unter Land zu verlegen, um die dort eventuell aufkommende Thermik zu nutzen. Wir hatten zwar immer noch nicht die gewünschten 12-14knt., aber es konnte immerhin angeschossen werden. Weitere Rennen wurden aufgrund der schlechten Windbedingungen nicht mehr gestartet.
Der Dienstagmorgen kam uns allen irgendwie bekannt vor: Bahn „Alpha“ sollte sich zum Startgebiet begeben, alle anderen Klassen haben auf Grund des nicht vorhandenen Windes zu warten. Es sollte ein mit kleinen Windfeldern bespickter, sehr spannungsgeladener Tag werden. Die Wettfahrtleitung schaffte es, vier Rennen anzuschießen.
Bei der letzten Wettfahrt lagen wir sehr gut – die TP 52 „Audi A1“ war zum Greifen nahe! Alle vorangegangenen Wettfahrten an diesem Tag wurden mit einer Bahnverkürzung gestartet, außer Nr. 4, was kein Teilnehmer nachvollziehen konnte! Der Wind schlief fast vollständig ein, allerdings war es für uns und die TP 52 nur noch ein „Katzensprung“ bis zur Luvtonne, bevor es dann unter Spinnaker auf die Zielgerade ging. Wir sind immer dichter an das Audi Sailing Team herangekommen, doch plötzlich der Funkspruch der Wettfahrtleitung: „Abbruch der Wettfahrt“, und die Schüsse folgten zu gleich. Die Enttäuschung an Bord war natürlich groß, aber wir wussten jetzt: Wir könnten sie schlagen!
Am letzten IDM Tag war der Wind zum Glück eingetroffen – 3 Windstärken! Endlich Bedingungen, zu denen man auch segeln kann. Das erste Rennen konnten wir bei recht konstantem Wind segeln, bei der zweiten und letzten Wettfahrt jedoch nahm der Wind schon wieder ab. Dennoch schafften es alle Boote, innerhalb des Zeitlimits die Ziellinie zu passieren. Zurück in Schilksee, waren wir für diesen Tag noch lange nicht fertig, denn es mussten noch diverse Vorbereitungen für unser nächstes Event getroffen werden: Gotland Rund in Schweden!
Wir belegten bei der IDM Inshore Platz 12, und insgesamt fanden wir, dass die Kieler Woche wieder einmal eine sehr gelungene Veranstaltung für uns war.