Endlich ist es soweit – die TUTIMA steht seit dem 20.10.2011 auf dem Vorplatz der Hamburg Messe (Eingang Mitte). Die Idee für dieses Vorhaben hatte Skipperin Kirsten Harmstorf, als Sie zu Beginn der Segelsaison 2011 Heike Schlimbach (Projektleiterin der hanseboot) kennenlernte. Im Sommer wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht und die ersten organisatorischen Schritte geplant. Am 18.10.2011 wurde die TUTIMA per Schwertransport aus Kiel angeliefert und am 20.10.2011 im Blitzlichtgewitter der Presse auf den Vorplatz der Messe gekrant.
Das Spektakel konnten vier der Crew-Mitglieder live verfolgen und die Aufregung stand allen Mädels ins Gesicht geschrieben! Für die Hamburgerinnen ist es ein ganz besonders schönes Ereignis, dass die TUTIMA jetzt auch einmal in Ihre Heimatstadt kommt – und dann auch noch auf diese außergewöhnliche Art und Weise.
Die hanseboot findet vom 29.10. – 06.11.2011 in den in den Hamburger Messehallen statt.
Am 29.10., um 13:30 Uhr, wird die Crew im Rahmen eines Fotoshootings auf dem Schiff vor der ganz besonderen Kulisse des Fernsehturms zu sehen sein.
Das Thema Frauensegeln spielt auch auf der hanseboot eine Rolle.
Die TUTIMA-Crew stellt sich am 2. November um 18 Uhr auf der Bühne „meet the experts“ vor und berichtet von den Besonderheiten einer reinen Frauencrew.
Weitere Vorträge unter dem Titel „Frauen an Bord“ finden am 4. Und 6. November jeweils um 17 Uhr statt (ebenfalls Bühne „meet the experts“). Hier wird ebenfalls das TUTIMA-Projekt durch ein Crewmitglied vertreten sein.
TUTIMA, Eigner & Namensgeber unserer Yacht, wird auch mit einen Stand auf der hanseboot präsent sein: Halle B7, Stand C.300A
Wir Mädels freuen uns sehr auf eine aufregende hanseboot Woche!
Es ist gute Tradition die Seeregattasaison im Rahmen der Flensburger Herbstwoche beim FSC ausklingen zu lassen.
So war natürlich auch die Frauencrew der Tutima am Samstag, dem 17. September auf der Flensburger Innenförde mit am Start. Bei mäßigen Winden segelten die Teilnehmer bis in die Bucht von Sonderborg und wieder zurück. Manövertechnisch war alles dabei und hielt die Regattacrews auf Trapp. Am Ende verabschiedet sich das Team um Skipperin Kirsten Harmstorf mit einem 10. Pl. in der Gruppe ORC 1 in ihre verdiente Winterpause. Die Frauencrew kann sehr zufrieden auf eine erfolgreiche Saison 2011 zurückblicken. Das Team hat wieder wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen, die sie schon jetzt positiv in die nächste Saison blicken lässt.
Selbst wenn es jetzt nicht mehr aufs Wasser geht, eine Ruhepause ist für die Frauencrew in den kommenden Wochen noch nicht angesagt, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wer Schiff und Mannschaft einmal kennenlernen möchte, sollte zur Hanseboot nach Hamburg kommen (29.10. – 06.11.2011). Die Tutima und ihre Frauencrew werden hier zu sehen und zu hören sein.
Die Tutima war in diesem Jahr das erste Mal bei der traditionellen Schifffahrtsregatta, der größten privat veranstalteten Regatta in Nordeuropa, am Start. Mäßiger Wind aus Südwest war angesagt, ein richtiges Sommerfeeling wollte aber trotzdem nicht aufkommen, da immer wieder heftige Regenschauer über das weit auseinandergezogene Feld mit den knapp 140 Yachten hinwegzogen. Schlechtes ungemütliches Wetter ist die Crew um Steuerfrau Kirsten Harmstorf aber insbesondere in diesem Sommer schon gewohnt und kann die Stimmung an Bord auch nicht trüben. Nach einem sehr guten Start kam die Tutima bereits nach 4 Stunden, 4 Minuten und 21 Sekunden ins Ziel und legte damit die knapp 30 Seemeilen lange Strecke als achtschnellstes Schiff zurück. In der Wertung der Klasse 9 ORC-Club A belegte das Team damit den sechsten Platz von 15 Booten nach berechneter Zeit.
Die Schifffahrtsregatta gilt als Stelldichein der maritimen Branche, bei dem sich Reeder, Schiffsfinanzierer und weitere Branchenkapitäne sowie Vertreter aus Politik und Verbänden treffen. Traditionell führt die Regatta von Kappeln nach Aeroskobing, wo in einem großen Festzelt die Siegerehrung stattfindet. Die Tutima – viele Crewmitglieder sind selbst in der maritimen Branche tätig – startete wie gewohnt als einzige reine Damencrew für den Veranstalter Peter Gast Shipping und hatte fünf weibliche Gäste von Reedereien und Banken an Bord.
Rund 370 sm unter Spi, wenig Wind, viel Nebel und Hochspannung bis zur Ziellinie
Sandhamn (SWE) empfing das 12 köpfige Team der Tutima am Sonntag dem 4. Juli nicht gerade mit Kaiserwetter. Dafür wurde jedoch das Schiff bereits im „Racemode“ übergeben. Ein großer Dank an die Überführungscrew für die tolle Vorbereitung!
Zur diesjährigen Gotland Rund Regatta hatten 280 Boote gemeldet, die erstmalig in 3 verschiedenen Rennen antraten. So gab es wie gehabt die traditionelle Gotland-Runt Regatta, die Classic Yachts Regatta und als Neuheit das Coastalrace mit Start in Stockholm und kurzem Zwischenstopp in Sandhamn.
Die Tutima startete vor Sandhamn in der Gruppe IRC Bravo, in der 23 Schiffe am Mittwoch, dem 6. Juli an den Start gingen. Hier ging es gleich eng und turbulent zur Sache, denn ein verzweifelt wirkender Mitstreiter versperrte pünktlich zum Startschuss in Gegenrichtung liegend den freien Weg über die Startlinie.
Die Up & Down-Wettfahrten des Kiel Cups Alpha wurden von Montag bis Mittwoch, also zwischen den Wettfahrten der IDM Offshore, ausgetragen. Neun Wettfahrten waren vorgesehen.
Die Tutima ging in der Gruppe ORCi 1 mit 11 weiteren Schiffen an den Start.
Der erste Tag begann im Gegensatz zu den Tagen zuvor mit viel Sonne und guten Segelbedingungen, was die Wettfahrtleitung dazu veranlasste, gleich vier Wettfahrten hintereinander zu starten. Fürs Erste lief es für die 15 köpfige Crew der Tutima durchaus anständig. Gesegelt war sie immer ganz vorne in der Spitzengruppe um Elena Nova und dem Audi Sailing Team (TP 52) dabei. Berechnet pendelte das Ergebnis zwischen Platz sechs und sieben.
Strahlender Sonnenschein und zehn Knoten Wind – das waren die Bedingungen am ersten Tag der Big Boat Challenge 2011 im dänischen Kerteminde, bei der rund 50 Boote an den Start gingen. Der erste Start war für die Tutima nicht perfekt. Trotzdem konnte sich das Team um Steuerfrau Kirsten Harmstorf noch gut nach vorne fahren und das Rennen als Achter abschliessen.
Im zweiten Rennen steigerte sich die Crew deutlich und erreichte mit einem dritten Platz von 14 in der IRC Klasse das beste Tagesergebnis. Im Laufe des Tages nahm der Wind auf ca. 12-13 Knoten zu, und das Feld zog sich weiter auseinander. Die Tutima belegte im letzten Rennen des Tages einen siebten Platz, was letztendlich auch die Tagesplatzierung war. “Ich bin mit der Leistung meiner Crew, insbesondere mit den Manövern, sehr zufrieden. Allerdings macht uns das unbekannte Segelrevier, vor allem die Strömungsverhältnisse, noch einige Probleme”, so Kirsten Harmstorf. Das spiegelte sich auch auf der Ergebnisliste wider: Die ersten drei Plätze wurden von Lokalmatadoren belegt.
Für den nächsten Tag waren lauschige zehn Knoten angesagt, in Böen sogar bis zu 18 Knoten. Doch dann kam alles ganz anders: Im ersten Rennen ging die Windanzeige nicht über fünf Knoten hinaus. Aber die Tutima legte einen perfekten Null-Start hin und ging fast vor dem gesamten Feld über die Linie. Die erste Kreuz zeichnete sich durch sehr unkonstanten und drehenden Wind aus. Aber die Tutima konnte ihre Position verteidigen und kam als drittes Schiff am Luvfass an. Der Wind nahm weiter ab. Bis ins Ziel hielt die Crew einen guten vierten Platz. Bis zum fünften und letzten Rennen der Big Boat Challenge mußte die Flotte aufgrund umlaufender Winde fast eine Stunde warten. Die Tutima erwischte wieder einen perfekten Start und war am Luvfass sogar Zweiter. Dann brach der Wind jedoch komplett ein und drehte so stark umlaufend, dass die Wettfahrt abgebrochen wurde.
In der IRC- Gesamtwertung belegten Harmstorf & Co. einen guten sechsten Platz mit einem Rückstand von nur 0,5 bzw. einem Punkt zum fünften bzw. vierten Platz. Damit waren die Mädels bestes deutsches Boot.
Ein einsamer Start ohne Gedränge, viel Sonne mit Flautenlöchern, Treiben im Gegenstrom, spannende Fights um die Spitzenposition und eine schwere Endscheidung zum Schluss sind die markanten Eindrücke der diesjährigen Classic Fyn Rundt Regatta.
138 Yachten waren am Freitag, dem 3. Juni an den Start zur legendären Classic Fyn Rundt Regatta nach Kerteminde (DEN) gekommen, um eine Strecke von ca. 140 sm rund um die Insel Fünen im Uhrzeigersinn abzusegeln.
Noch am Vortag sorgte die Startgruppeneinteilung beim Frauenteam für Verwirrung, denn außer ihr hatte sich niemand für eine Wertung nach IRC gemeldet. Alle anderen Teilnehmer bevorzugten eine Wertung nach dem lokalen Danish Handicapsystem. Eine Stunde nachdem die ersten auf die Strecke geschickt wurden, bekam die Frauencrew der Tutima also einen Start ganz exklusiv für sich ohne das übliche Gedränge an der Startlinie.
Am Wochenende des 14. und 15. Mai stand mal wieder das alljährliche Go4Speed-Regattatraining an. Das professionell organisierte Training für ORC-Segler, das vom Deutschen Segler-Verband (DSV) in Zusammenarbeit mit der Regatta Vereinigung Seesegeln (RVS) und dem Flensborg Yacht Club (FYC) organisierte wurde, fand in diesem Jahr erstmals vor Fahrensodde in der Flensburger Förde statt, und die 15-köpfige Tutima-Crew um Steuerfrau Kirsten Harmstorf war natürlich auch wieder dabei. Ebenso wie rund 25 andere Crews aus Deutschland, Dänemark und Schweden, denn auch im Ausland hat sich mittlerweile das Go4Speed-Training des DSV herumgesprochen.
Als Trainer wurde den Mädels Stefan Matschuck von North Sails Deutschland zur Seite gestellt. Er konnte der Mannschaft viele hilfreiche Tipps zum Trimm ihrer neuen North-Segel geben. Aber auch hinsichtlich Boathandling konnte er die Crew mit Optimierungsvorschlägen unterstützen.
Der DSV hatte den Fokus vor allem auf intensives Starttraining gelegt. In kurzen Abständen wurden Rennen angeschossen und bis zur ersten Luv-Tonne ausgesegelt, um dann wieder mit der nächsten Startfrequenz zu beginnen. Das war bei bis 20 Knoten Wind am Samstag und bis zu 27 Knoten am Sonntag reichlich anstrengend, aber auch ziemlich effektiv.
Später wurden dann komplette Rennen mit ein bis zwei Up-and-Downs ausgesegelt, was bei dem starken Wind und den kurzen Schenkeln für ganz schön Action auf allen Booten sorgte. Bei der Tutima zeigten sich dadurch auch noch einige Handling-Defizite. „Da wir aber auf zahlreichen Positionen neu besetzt waren, war das eigentlich nicht anders zu erwarten. Und dafür ist so ein Training ja auch da“, sagte Kirsten Harmstorf.
Insgesamt war es ein sehr intensives und lehrreiches Training, das der DSV rund um Chefvermesser Boris Hepp großartig organisiert hat. Zahlreiche namhafte Segelmacher und Segler, wie beispielsweise Tim Kröger oder Jesper Bank, standen den Crews als Trainer zur Seite. „Es ist schon sehr hilfreich, wenn ein Profi wie Stefan Matschuck einem über die Schulter guckt. Man selbst ist teilweise schon so eingefahren in seinen Abläufen, dass man einige Fehler gar nicht mehr sieht“, so die Tutima-Steuerfrau. „Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder bei Go4Speed dabei.“
Der Freitag startete bei strahlendem Sonnenschein und mittleren Winden aus Ost. Das erste Rennen bewies uns, dass die Veränderungen, die im Winter an der Tutima vorgenommen wurden, sowie die neuen Segel und das Training ihre Wirkung nicht verfehlt hatten und wir gut dabei waren. Zum zweiten Start nahm der Wind dann deutlich zu und steigerte sich während des Rennens immer weiter, so dass die dritte Wettfahrt bei 28 Knoten angeschossen wurde. Zum Glück nur eine kurze Bahn. Nach den drei Rennen des ersten Tages lagen wir trotz des starken Windes in der Gesamtwertung auf dem 3. Platz von 14 Startern – das konnte sich sehen lassen!
Am Samstag ging es dann wieder mit Ostwind zwischen 18 und 22 Knoten weiter. Drei Wettfahrten mit gleichbleibenden, sehr guten Regattabedingungen und wieder viel Sonne bescherten uns einen wunderschönen Tag auf dem Wasser.
Der dritte und somit letzte Tag der MaiOR 2011 machte das Gesamtpaket dann komplett. Bei schon deutlich weniger Wind als am Vortag wurde die siebte Wettfahrt angeschossen. Es sollte auch die letzte sein, da während des Rennens der Wind bis auf 4 Knoten abnahm und es dadurch unverhofft lange dauerte, bis endlich die Ziellinie passiert werden konnte. Der Nervenkrieg hat sich jedoch gelohnt und bescherte uns einen 4. Platz.
Fazit MaiOR 2011: Von Starkwind bis Flaute war wieder alles dabei und mit dem sechsten Platz können wir zufrieden sein. Ein toller Saisonauftakt mit einer enorm engagierten und motivierten Crew und einem tollen Boot – was will man mehr?!